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HMC Sterilisationstechnik - Von der Theorie...

Verfahren

Seit den Arbeiten von L. Pasteur und R. Koch hat sich am Sterilisationsverfahren nichts geändert. Generell findet die Sterilisation in einer gesättigten Dampfatmosphäre ohne Restluftanteile in einem Druckbehälter statt. Je nach Sterilisationsgut und den dekontaminierenden Mikroorganismen wird bei 121°C (1.1 bar Überdruck) oder 134°C (2.2 bar Überdruck) gearbeitet.

Um eine sichere Druck – Temperatur – Korrelation zu erreichen, ist eine sorgfältige Restluftentfernung (Entlüftung) erforderlich. Da in der Entlüftungsphase noch keine Abtötungsbedingungen im Nutzraum herrschen (die Temperatur ist noch nicht erreicht und die Einwirkzeit ist viel zu kurz), verlässt während der Entlüftung ein kontaminiertes Dampf-Luftgemisch den Dampfsterilisator. Hier ist der Einsatz eines Abluftfilters sinnvoll.

pasteur44.gif Louis Pasteur
(1822 - 1895)

koch.gif Robert Koch
(1843 - 1910)

Warum Dampfsterilisation?

Die hohe Wärmekapazität von Wasser, die zusätzlich frei werdende Wärme bei der Kondensation von Wasserdampf und die Feuchtigkeit des Dampfes sind die Grundlage einer hervorragenden keimtötenden Wirkung.

Anders als die chemische Sterilisation oder die Sterilisation mit heißer Luft, die nur für thermostabile Geräte geeignet ist (Glas, Instrumente etc.) hat sich die Dampfsterilisation im mikrobiologischen Labor durchgesetzt. Von der Probenvorbereitung bis zur Vernichtungssterilisation kann ein Dampfsterilisator (Autoklav) umweltschonend eingesetzt werden.

Sterilisation ist Funktion von Temperatur und Zeit

Erst die ausreichende Einwirkzeit der Abtötungstemperatur sichert den Sterilisationserfolg. Im mikrobiologischen Labor ist die Sterilisationszeit im Allgemeinen 15-20 Minuten. Hier ist zu beachten, dass Flüssigkeiten und Medien auf Grund des verzögerten Wärmeübergangs die Sterilisationstemperatur viel später erreichen.

Die Sterilisationszeit darf erst ab dem Zeitpunkt starten, an dem die "Kern-Sterilisations- Temperatur" erreicht ist. Nach Ablauf der Einwirkzeit ist das Material im Nutzraum steril. Glas und Instrumente können nach Dampfablass und Druckabbau sehr rasch entnommen werden. Flüssigkeiten sollen schnell und verlustarm gekühlt werden. Dabei darf ein Siedeverzug (explosionsartiges Überkochen) das Laborpersonal nicht gefährden.

 

... zur Praxis

Auswahlkriterien

  • Welche gesetzlichen Vorschriften sind zu erfüllen?
    Gentechnikgesetz, Bundesseuchengesetz etc.
  • Sind andere Vorschriften einzuhalten? GLP, GMP etc.
  • Vorhandener Platz, notwendiges Kammervolumen
  • Einsatzart: Probenvorbereitung, Müllsterilisation
  • Sterilisation hochinfektiöser Materialien - Dokumentation
  • Kalibrierung, Validierung, Qualifizierung
    Welche Anforderungen sind zu erfüllen?
  • Bauliche Voraussetzungen, Strom, VE-Wasser, Entsorgung etc.
  • Betriebs- und Folgekosten
  • Kundendienst
  • Sicherheit, Qualität und Preis


Qualität hat ihren Preis ...
     ... aber sie muss nicht teuer sein!

 

 

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